Die Hüftendoprothese – ein neues Hüftgelenk für mehr Lebensqualität
Minimalinvasive Verfahren und langlebige Implantate für schmerzfreie Bewegungen und einen unbeschwerten Alltag.
Was passiert bei einer Hüftendoprothese?
Wenn das Hüftgelenk durch Verschleiß, Unfall oder andere Erkrankungen (z.B. Rheuma) stark geschädigt ist, kann jeder Schritt schmerzen. Bewegungen, die früher selbstverständlich waren – Treppensteigen, Spazierengehen oder das Anziehen der Schuhe – werden zunehmend schwer. In solchen Fällen kann ein künstliches Hüftgelenk (Hüftendoprothese) helfen, die Beweglichkeit zurückzugewinnen und Schmerzen deutlich zu verringern.
Schritt für Schritt – So läuft die Endoprothetik ab
Individuelle Planung & Materialwahl
Anhand Ihrer Knochenqualität entscheiden wir vorab über die ideale Verankerung (zementfrei oder zementiert).
Vorbereitung & Zugang
Der Eingriff erfolgt über den schonenden ALMIS-Zugang, bei dem keine Muskeln durchtrennt werden müssen.
Implantation des Gelenks
Hüftpfanne und Schaft (meist aus Titan/Keramik) werden präzise eingesetzt und sicher im Knochen verankert.
Nachsorge & Mobilisation
Direkt nach dem Eingriff beginnt die Physiotherapie. Ziel ist, Muskeln zu stärken und das neue Gelenk sicher zu bewegen.
Einsatzgebiete und Indikationen
Fortgeschrittene Hüftarthrose (Coxarthrose)
Starker Verschleiß der Gelenkflächen, der jede Bewegung schmerzhaft macht.
Rheumatische Erkrankungen
Wenn entzündliche Prozesse das Gelenk dauerhaft geschädigt haben.
Schenkelhalsfraktur nach Stürzen
Besonders im Alter oft notwendig, um die Gehfähigkeit schnell wiederherzustellen.
Starke Bewegungseinschränkung
Alltagshürden wie das Anziehen von Schuhen oder Treppensteigen werden unmöglich.
Betroffene Körperregionen
Vorteile
Muskel- und gewebeschonend
Wichtige Hüftmuskeln bleiben intakt. Das bedeutet weniger Schmerzen nach der Operation.
Schnellere Mobilisation
Viele Patienten können bereits am Tag der Operation oder am nächsten Tag wieder aufstehen und erste Schritte machen.
Kürzere Rehabilitationszeit
Durch den geringeren Weichteilschaden erholen sich viele Betroffene schneller und können früher wieder selbstständig gehen.
Geringeres Risiko von Luxationen
Die stabilen Muskeln rund um das Gelenk sorgen für mehr Halt und verringern somit das Risiko, dass das Gelenk herausspringt (Luxation).
Kleinere Narben
Der Hautschnitt ist kürzer, das kosmetische Ergebnis meist besser.
Langlebige High-Tech-Materialien
Wir verwenden extrem körperverträgliche Paarungen aus Titan, Keramik oder speziellen Kunststoffen.
Individuelle Verankerung
Je nach Knochenstruktur nutzen wir die „Pressfit“-Technik (Einwachsen) oder Knochenzement (z. B. bei Osteoporose).
Kurze Rehabilitationszeit
Durch den geringen Weichteilschaden erholen Sie sich schneller und sind früher wieder selbstständig.
Sie haben noch Fragen? Lassen Sie uns persönlich sprechen.
Jetzt kontaktierenWas bedeutet „minimalinvasiver anterolateraler Zugang“ (ALMIS)?
Dies bezeichnet eine besonders schonende Operationstechnik über die vordere Seite der Hüfte. Der entscheidende Vorteil: Die Muskulatur wird nicht durchschnitten, sondern lediglich beiseitegeschoben. Das sorgt für weniger Schmerzen, mehr Stabilität und eine schnellere Heilung.
Wird das künstliche Gelenk zementiert oder nicht?
Das hängt von Ihrer Knochenqualität ab. Bei guter Knochensubstanz wählen wir meist die „Pressfit“-Methode, bei der das Implantat festklemmt und einwächst. Bei weicherem Knochen (z. B. durch Osteoporose) nutzen wir Knochenzement, um eine sofortige, sichere Verankerung zu garantieren.
Welche Materialien werden genutzt?
Die modernen Implantate bestehen aus sehr langlebigen Materialien wie Titan, Keramik und hochvernetztem Kunststoff. Sie sind extrem abriebfest und körperverträglich, sodass heutige Hüftprothesen in der Regel viele Jahre halten.
Warum ist die Rehabilitation bei dieser Methode kürzer?
Da bei der OP weniger Gewebe verletzt wird und die für das Gehen wichtige Muskulatur in der Regel intakt bleibt, entfällt eine lange Heilungsphase der Muskeln. Sie können früher mit gezielten Übungen beginnen und erlangen Ihre Selbstständigkeit schneller zurück.
Was bedeutet minimalinvasiv?
Ein minimalinvasiver Eingriff bedeutet, dass die Operation über kleinere Hautschnitte erfolgt und die Muskulatur somit möglichst nicht durchtrennt, sondern nur vorsichtig zur Seite geschoben wird.
